Fachtage der Integrierten Jugendarbeit

Willkommen zu den ersten Fachtagen der Integrierten Jugendarbeit am 11. und 12. Juni 2026 in Stuttgart.

In Stuttgart finden dieses Jahr die ersten Fachtage der Integrierten Jugendarbeit (IJA) statt.
Am Donnerstag geht es ab 16 Uhr los – mit einem Willkommen, ersten Begegnungen und der Gelegenheit, IJA live zu erleben. Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Informationen dazu.

Und falls du noch nicht angemeldet bist: Melde dich noch an – es lohnt sich!

Auf der Karte, die du bei deiner Anmeldung im Jugendhaus Mitte erhalten hast, findest du verschiedene Stationen, an denen du Integrierte Jugendarbeit hautnah und live erleben kannst. Diese Seite begleitet dich dabei und stellt dir alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Stationen übersichtlich zur Verfügung.

Du kannst die Stationen auf eigene Faust erkunden und dich dorthin navigieren lassen. Mit Kopfhörern im Gepäck kannst du die Interviews sogar direkt anhören. Alternativ kannst du an einem geführten Spaziergang teilnehmen und dir die Audiodateien später ganz entspannt anhören. Und wenn du für heute schon genug unterwegs warst, wartet im Jugendhaus Mitte ebenfalls ein spannendes Programm auf dich.

Die Stationen haben keine feste Reihenfolge. Du kannst dir alles anschauen, gezielt nur die Stationen besuchen, die dich besonders interessieren, oder dir ein paar Highlights aussuchen. An den Stationen stehen Mitarbeiter*innen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Um 21 Uhr treffen wir uns alle bei Mein Schlossplatz. Dort gibt es noch einen Snack und einen gemeinsamen Ausklang.

Zu jeder Nummer auf der Karte gibt es auf dieser Seite einen eigenen Abschnitt. Dort findest du – je nach Station – eine kurze Beschreibung, einen Link zum Standort in Google Maps (sofern es sich um eine Live-Station handelt) sowie eine Audiodatei, mit der du mehr über das jeweilige Projekt erfahren kannst.

So werden die unterschiedlichen Facetten Integrierter Jugendarbeit sichtbar, hörbar und direkt erfahrbar.

Am besten startest du mit der Einführung: einem kurzen Fachgespräch zwischen Annika Schlaipfer, zuständige Fachplanerin in der Jugendhilfeplanung, und Simon Fregin, Teamleitung Mobile Jugendarbeit.


Das Bild zeigt das Logo der Integrierten Jugendarbeit: Ein Megafon und den Fernsehturm stuttgart.

Einführung: Was ist Integrierte Jugendarbeit?


In dieser Audiodatei führen Annika Schlaipfer (Jugendhilfeplanung) und Simon Fregin (Mobile Jugendarbeit) ein Fachgespräch über die Integrierte Jugendarbeit. Sie sprechen darüber, was sich hinter diesem Ansatz verbirgt, wie er entstanden ist und warum er für die Arbeit mit jungen Menschen so bedeutsam ist.

Im Mittelpunkt steht außerdem die Frage, wie es gelungen ist, aus den Ereignissen der sogenannten Krawallnacht ein breites und multiprofessionelles Bündnis zu schmieden. Das Gespräch zeigt, welche Erfahrungen diesen Weg geprägt haben und mit welcher Haltung die Fachkräfte in der Integrierten Jugendarbeit heute aktiv sind und aktiv sein wollen.

Intro (Quelle: SWR Aktuell Beitrag vom 21.06.2020, https://www.youtube.com/watch?v=0Vj2mYwseyQ)

Das Bild zeigt das Logo der Arbeitsgemeinschaft Jugendbeteiligung. Es handelt sich um einen Stern und das Wort SPARK. Es soll zum Ausdruck bringen, dass durch Beteiligung die Stadt zum glitzern (englisch SPARK) gebracht wird.


Die AG Jugendbeteiligung (SPARK) ist ein zentrales Gremium der Integrierten Jugendarbeit. Hier wird daran gearbeitet, Jugendbeteiligung im öffentlichen Raum neu zu denken, weiterzuentwickeln und verbindlich zu organisieren.

Im Gespräch mit Vanessa Fritz (stjg), Niclas Dycke (Bürgerstiftung Stuttgart), Julius Zwissler, Simon Fregin (beide: MJA Innenstadt), Olena Luzanova (Support Group Network) und Tomma Profke (Team Tomorrow) geht es darum, wie vielfältige Jugenden erreicht und ernsthaft beteiligt werden können. Dabei wird deutlich, welche Voraussetzungen echte Beteiligung braucht, welche Herausforderungen damit verbunden sind und warum es wichtig ist, junge Menschen nicht nur mitzudenken, sondern ihre Perspektiven aktiv einzubeziehen.

SPARK: Die Vorbereitungsgruppe der AG Jugendbeteiligung im Gespräch

Das Bild zeigt das Logo von Eck am See - es handelt sich um die Silhouette des Eckensees.


Die AG Beratung im öffentlichen Raum beschäftigt sich mit der Frage, wie Unterstützungs- und Beratungsangebote so gestaltet werden können, dass sie junge Menschen auch außerhalb klassischer Einrichtungen erreichen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt ECK AM SEE, das neue Wege erprobt, um Beratung niedrigschwellig und zugänglich im öffentlichen Raum anzubieten.

Im Gespräch mit Simone Blümle (Sozialberatung Stuttgart e.V.) geht es darum, was es braucht, um Beratung an solche Orte zu bringen: Fachkräfte begeben sich auf ungewohntes Terrain, entwickeln eine gemeinsame Methodik und Haltung und schaffen Angebote, die jungen Menschen Sicherheit, Schutz und verlässliche Unterstützung bieten.

Eck am See: Fachgespräch mit Simone Blümle

Das Bild zeigt ein Schaubild, das beispielhaft für Daten stehen soll.


Die uAG Daten arbeitet daran, die Diskussion über die Innenstadt auf verlässliche und nachvollziehbare Grundlagen zu stützen. Dafür werden unterschiedliche Methoden der Datengenerierung und -aufbereitung diskutiert, weiterentwickelt und für die gemeinsame Arbeit nutzbar gemacht.

Im Gespräch mit Niclas Dycke von der Bürgerstiftung geht es um drei zentrale Vorhaben: ein Beobachtungstool für den öffentlichen Raum, das Entwicklungen sichtbar macht und eine fundierte Einordnung der Situation in der Innenstadt ermöglicht; ein gezielter Blick der beteiligten Fachkräfte auf die Bedarfe junger Menschen; sowie die Reflexion von Projekten und Aktionen, um Erfahrungen aufzubereiten, zugänglich zu machen und gemeinsames Lernen zu fördern.


Das Bild zeigt den Bus der Mobilen Jugendarbeit Innenstadt, der häufig im Einsatz ist.


Im Gespräch mit Simon Fregin (MJA) geht es um die besondere Rolle, die die Mobile Jugendarbeit Innenstadt in der Integrierten Jugendarbeit übernimmt. Die Sozialarbeiter*innen sind mehrmals pro Woche in der Innenstadt unterwegs – auch zu ungewohnten Zeiten, etwa in den Wochenendnächten.

Sie dokumentieren ihre Beobachtungen, kommen mit jungen Menschen ins Gespräch und interessieren sich für deren Sicht auf die Stadt. So entstehen Zugänge, über die Unterstützung angeboten, auf Aktionen und Angebote hingewiesen und Bedarfe junger Menschen unmittelbar wahrgenommen werden können.

Ein besonderes Projekt ist die HALTESTELLE: ein Peerprojekt, das samstags von 21.30 bis 1.00 Uhr direkt auf dem Schlossplatz einen Rückzugsort im Nachtleben bietet. Gemeinsam mit jungen Ehrenamtlichen entsteht dort ein Ort für Begegnung, Ansprechbarkeit, Unterstützung und ein Beispiel dafür, wie Soziale Arbeit dorthin geht, wo junge Menschen tatsächlich sind.

MJA Innenstadt/Europaviertel


Das Bild zeigt das Logo von Mein Schlossplatz: Der Schriftzug Mein Schlossplatz ist vor bunten Fahnen abgebildet.


Im Gespräch mit Moritz Kappler (mein Schlossplatz) wird deutlich, wie sich der kleine Schlossplatz verändern kann, wenn junge Menschen ihn mitgestalten und nutzen. Aus einem Ort, der in der Presse mitunter als „Albtraum“ beschrieben wurde, wird ein Ort der Begegnung, der Kultur und des Mitmachens.

Mein Schlossplatz steht dafür, öffentliche Räume neu zu sehen und sie jungen Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg zur Aneignung zu öffnen. So entsteht ein Ort, an dem sie sich präsentieren, ausprobieren und ihren Platz in der Innenstadt sichtbar einnehmen können.

Mein Schlossplatz


Im Gespräch mit Lea Geiger vom Mädchen*gesundheitsladen geht es um die besondere Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* im öffentlichen Raum und das Projekt Mädchen*zelt. Sie gibt Einblicke in die Frage, wie Angebote gestaltet sein müssen, damit sie diese Zielgruppen tatsächlich erreichen und ihnen passende Zugänge eröffnen.

Dabei geht es auch um konkrete Tipps und Erfahrungen aus der Praxis: Was braucht es, damit Angebote als einladend, sicher und relevant wahrgenommen werden? Und wie können Fachkräfte Räume schaffen, in denen Mädchen* und junge Frauen* sich gesehen fühlen und selbstverständlich Platz einnehmen können?

Mädchen*zelt

Das Bild zeigt die Titelseite der Konzeption für eine sichere Innenstadt.


Im Gespräch mit Marc Reinelt aus der Kommunalen Kriminalprävention geht es um die Frage, wie Sicherheit in der Innenstadt gemeinsam und aus unterschiedlichen Perspektiven gestaltet werden kann. Die Sicherheitskonzeption und die Sicherheitspartnerschaft machen deutlich, dass Kontrolle und Ermöglichung keine Gegensätze sein müssen: Einerseits braucht es Regeln, Präsenz und abgestimmte Maßnahmen, andererseits soll öffentlicher Raum in seiner Vielfalt nutzbar und lebendig bleiben. 

Dabei wird sichtbar, dass Sicherheit hier ganzheitlich verstanden wird. Im Konzept wird betont, dass unterschiedliche Interessen und Nutzungsweisen des öffentlichen Raums berücksichtigt werden müssen, dass Sicherheit eine Grundlage für gutes Zusammenleben ist und dass zugleich auch eine attraktive und belebte Innenstadt selbst zu mehr Sicherheit beitragen kann. 

Kunst und Kultur

Das Bild zeigt die Königstraße. Dort ist ein Foodtruck eingezeichnet, der ein mobiles Massagestudio darstellt


Im Gespräch mit Rosalie Möller von KUBI-S, Netzwerk Kulturelle Bildung Stuttgart, geht es um die besondere Rolle von Kunst und Kultur für eine jugendgerechte Innenstadt. Das Kulturamt unterstützt die Integrierte Jugendarbeit seit Beginn und trägt dazu bei, neue Zugänge, Perspektiven und Formen der Beteiligung zu eröffnen.

Wichtig waren dabei bisher sowohl eigene Beteiligungsformate wie der Kulturpass als auch die Vermittlung und der Austausch zwischen Künstler*innen und Sozialarbeiter*innen. Auf diese Weise sind Projekte und Aktionen im öffentlichen Raum entstanden, in denen junge Menschen kreativ und frei beteiligt werden und Jugendgerechtigkeit groß denken dürfen.

Kunst und Kultur

Das Bild zeigt eine Person die Skateboard beim sogenannten Öschi fährt.


Im Gespräch mit Uwe Jaeger von Gemeinschaftserlebnis Sport geht es um die Frage, wie Sport- und Bewegungsangebote in der Innenstadt umgesetzt und dauerhaft ermöglicht werden können. Dabei wird deutlich, dass solche Angebote im öffentlichen Raum mit besonderen Herausforderungen verbunden sind – und dass sie vor allem durch Kooperation gelingen.

Das Spektrum reicht von kleinen, niedrigschwelligen Angeboten wie einem Fußballkäfig bis hin zu größeren Projekten wie dem Öschi: einem ehemaligen Parkplatz, der heute eine zentrale Sport- und Bewegungsfläche in der Innenstadt bietet. So wird sichtbar, wie öffentlicher Raum neu genutzt und für junge Menschen aktiv gestaltet werden kann.

Sport und Bewegung

Das Bild zeigt das Logo des Projekts Nachtboje: Ein Anker auf einem leuchtenden Hintergrund.


Die Nachtboje ist aus einem Beteiligungsprojekt entstanden und geht auf eine Idee junger Menschen zurück. Sie macht Orte in Stuttgart sichtbar, die nachts Rückzug, Unterstützung und Ansprechbarkeit bieten, wenn sich Menschen unwohl oder unsicher fühlen. So zeigt das Projekt, wie aus Beteiligung ein konkretes Angebot im öffentlichen Raum werden kann. 

Im Gespräch mit Franziska Flaig (Abteilung für Chancengleichheit) geht es darum, wie die Zusammenarbeit von Verwaltung, Beratungseinrichtungen und Jugendarbeit dieses Projekt möglich gemacht hat und warum solche Kooperationen nachhaltig wirken können. Deutlich wird, wie aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven ein gemeinsames Vorhaben entsteht, das junge Menschen ernst nimmt und ihre Ideen in die Praxis übersetzt.

Nachtboje